Rennbericht vom 40. Nove Colli – meine erste Teilnahme

Bereits das Rahmenprogramm und das ganze Umfeld dieser Veranstaltung haben mich in Ihren Bann gezogen. So war 2 Tage zuvor Cesenatico das Etappenziel einer Giro Etappe.  Tausende Zuschauer säumten den Straßenrand und war im Zentrum ein riesiger Menschenauflauf begeisterter Radfans. Es gab ein großes „Giro-Dorf“ und und nutzten Dutzende Hersteller
Ihrer Produkte anzupreisen. Man hatte den Eindruck, daß jeder der etwas auf sich haltet, hier einen Radstand haben muß.

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hektisches Treiben rund um die Radausstelller
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Rennrad Marke Pantani

   

Kein Problem bei der Startnummernausgabe. Hat diese doch über mehrere Tage geöffnet. Alles reibunslos abgelaufen. Endlich war es dann am Sonntag soweit. Um 04:20 ging mein Wecker und ich machte mich nach angenehmer Nachruhe auf, meine sieben Sachen zusammenzupacken. Bereits beim Einrollen von Gatteo Mare nach Cesenatico wimmelte es nur so von Radfahrern. In Cesenatico dann ein Bild was ich noch nicht gesehen haben, überall wo man hinschaut Radler. Sie kamen aus allen Seitenstraßen. Es wimmelte wie bei den Ameisen und war jeder auf der Suche nach seinem Startblock. Ich war im „gelben Startblock“, sprich von Startnummer 5.000 – 7.000. Somit also nicht gerade die beste Ausgangsposition. Um 06:00 war dann alles hergerichtet 12000 Pedalisten standen am Start und los ging es mit dem Startschuß. Jedoch nur für den ersten Startblock. Bis meiner drankam war es dann kurz nach 06:30 Uhr, also eine halbe Stunden nach den ersten. Natürlich wurde aber mit Transponder gefahren und es zählte die Nettozeit. Meine Befürchtungen, daß es nach dem Start zu einem Chaos kommen wird, sind in keinster Weise eingetreten. Sofort fächerte sich das Feld auf. Aufgrund des unterschiedlichen Leistungsnivieaus und unterschiedlicherer Ambitionen der einzelnen Teilnehmer war es aber äußerst schwierig ein schnelles Hinterrad zu finden bzw. kaum möglich. Fuhr die ganze Zeit im Zick-Zack-Kurs und teilweise im Wind. So ging es ca.35km bis dann der erste Anstieg auf den „Polenta“ wartete. Auch hier war ich auf das schlimmste gefaßt, nämlich daß es zu einem Stau kommt und womöglich sogar geschoben werden muß. Aber auch das ist nicht eingetreten und war zwar recht dichtes Gedränge, aber man kam noch gut weiter. Die nächsten 2 Hügel (Pieve di Rivoschino und Ciola) waren im Eiltempo überwunden und war ich eigentlich nur am linksüberholen. Der 4. Hügel dann, der Barbotto, das erste Kriterium. Die letzten 2 km des Anstieges extrem steil, aber auch extrem super Stimmung. Viele Zuschauer und richtige Volksfeststimmung. Man wurde richtig nach oben gepeitscht. Dann wurde es schon etwas schwerer es kamen Hügel Nr. 5 (Montetiffi) und Nr. 6 (Perticara).
Fühlte mich aber eigentlich noch ganz gut. Dann eine lange Abfahrt und die Einfahrt in Hügel Nr. 7. Schaltete aufs kleine Kettenblatt und plötzlich wars vorbei mit den Kräften. Mir wurde
übel und schwindling und mußte für einige Minuten vom Rad. Die folgenden Kilometer auf den Monte Pugliano waren wirklich eine Schinderei. Puls total im Keller und keinen Druck auf dem Pedal. Bei der Auffahr zu Hügel Nr. 8 (Passo delle Siepi) gings im Magen wieder besser und futterte ich mit Genuß ein Schinkenbrot. Ab da gings mir eigentlich wieder ganz gut und am Hügel Nr. 9 (Gorgolo) war ich wieder voll da. Gott sei dank, denn mittlerweile hatte es 32 Grad und Steigungen mit 17%. Die restlichen 20 km ins Ziel waren dann auch kein Problem mehr. Die Zieleinfahrt im total abgesperrten Bereich dann nochmals ein Erlebnis. Geschafft in 7 Stunden 52 Minuten und 34 Sekunden (Platz 287 in meiner Klasse von 720 – Gesamt Rang 1147).
Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden, da ich bei meinem Einbruch von Hunderten überholt wurde.
Nächstes Jahr dürfte ich aber in einem besseren Starblock stehen und dann heißt es Angriff. Eine halbe Stunde schneller sollte es schon gehen …
War aber alles in allem ein tolles Erlebnis und kann ich es nur jedem weiterempfehlen !!!

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