Nove Colli 19.5.13

Endlich wieder einmal ein Eintrag auf meinem Blog, stand doch der erste Renneinsatz mit dem Rad auf dem Programm. Mangels Zeit kamen heuer im Frühjahr nur halb so viele Trainingskilometer zusammen wie die letzten Jahre. Da auch 2 Tage vorher noch eine Kehlkopfentzündung dazu kam, war die Erwartungshaltung für den heurigen Nove Colli sowieso gebremst. Stand primär einmal finishen auf dem Programm. 205 km und knappe 4000 Höhenmeter sind ja auch nicht gerade ein Honiglecken.
Wie immer ging um knapp nach 04:00 Uhr der Wecker ab, bereits um 04:30 hektisches Treiben beim Frühstück und kurz nach fünf Richtung Start nach Cesenatico und dort erstmal den richtigen (heuer den 2.) Startblock finden.
5 Minuten nach der ersten Startgruppe ging es dann um 06:05 Uhr los und war das Tempo von Beginn an extrem hoch. Konzentration immer bei den Kreisverkehren gefragt, wo das Feld jedesmal zusammengezogen wurde.
Die ersten 2 Hügel geprägt von dichtem Verkehr und ständig auf der Hut in keine Kollision verwickelt zu werden. Am Ciola (dem 3.) dann schon alles ziemlich aufgelockert. Auf den Barbotto (4. Hügel) ging es dann bei teilweise 18% Steigung ans eingemachte. Bei der Streckenteilung nach gut 100 km war ich 10-12 Minuten langsamer als letztes Jahr. War damit aber zufrieden, da ich letztes Jahr dann mehrere Defekte hatte. Werde ich dieses Jahr verschont, liege ich nicht so schlecht. Hügel 5 und 6 waren dann ganz o.k. Meinen Angsthügel Nr. 7 habe ich dann zum ersten mal ohne Panne und ohne körperlichen Einbruch überstanden. Am Passo Seppi (Hügel 8) dann volle Attacke – fühlte mich sehr gut.
Auf der Abfahrt gerade noch eine Gruppe erwischt, standen doch dann ca. 15 flache Überstellungskilometer zu Hügel Nr. 9 auf dem Programm.
Irres Tempo der Italiener, teilweise mit 50 Sachen – konnte gerade den Windschatten halten. Dann in den Gorolo (Nr.9) eingefahren und gleich mal gemerkt, daß meine Reserven jetzt fertig sind. Schnell ein Gel rein um schlimmeres zu verhindern. Doch mir wurde dann gleich mal schlecht und bin regelrecht gestanden: Tempo unten, Puls unten, Kreislauf spielte verrückt.
Rettete mich über die Anhöhe und dachte auf der Abfahrt kann ich mich erholen. Kriegte mich aber nicht mehr ein, konnte auch bergab das
Tempo der Gruppen nicht mithalten, da immer noch sauschlecht und Puls kaum über 100. Hatte etwas Angst vor meinem Kreislauf. Fuhr die nächsten 20 km nur ganz locker, als würde ich mit den Kindern eine Spazierfahrt machen. Mehr war nicht mehr drinnen. Wenige Kilometer vor Cesenatico sah ich dann, daß die Zeit noch nicht total im Eimer ist und fühlte mich auch nicht mehr ganz so schlecht. Also nochmals alles geben
und im Zielsprint doch noch persönliche Bestzeit in 7 h 28 min 55 sek. herausgefahren.

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