Mountain-Attack 11.1.2013

Endlich haben wir es wieder einmal geschafft, daß unsere „Donnerstag-Pizzarunde“ einen Ausflug unternimmt. Als Ziel wurde Saalbach-Hinterglemm ausgesucht. Aber nicht um Ski zu fahren und  beim Aprés-Ski abzufeiern, sondern um bei der Mountain-Attack, einem der
wohl schwersten Skitourenrennen teilzunehmen. Nach dem Mittagessen bei der Pasta-Party, dem Einchecken im Hotel, gingen wir noch auf einen Espresso und stellten uns dann pünktlich zum  Start  um 16:00 Uhr ins Ortszentrum von Saalbach.
Ein Rundumblick verriet schon, daß hier sehr viele super Athleten am Start stehen, die allesamt mit der neuesten und teuersten Aufstiegsausrüstung ausgestattet waren. Jeder zweite hatte auch Harscheisen montiert, was mir schon etwas Respekt einflöste, was da wohl auch mich zukommt.
Nach dem Startschuß mußte man mit den Skiern unterm Arm aus dem Dorfzentrum zum Fuße des Schattbergliftes laufen und dann gings mit.
Auffellen  los. Bereits im unteren Drittel mußte ich auf den Tiefschnee am Pistenrand ausweichen und mich mit Spitzkehren nach oben kämpfen. Geradeaus ohne Steigeisen nicht möglich. Dann ein kurzes Flachstück bevor es wieder steil wurde. Der direkte Weg war auch hier ohne Steigeisen unmöglich und mußte ich wieder den weiteren, aber kraftsparenden, Weg außen herum nehmen.
Dann wurde es dunkel und rechtzeitig vor dem Gipfel kam kalter Wind dazu. Nach kurzer Fellabfahrt dann noch 80 Höhenmeter auf den
Westgipfel des Schattberg und dann zum ersten Mal abfellen und in die nebelige Abfahrt eintauchen.
Schnell mußte man sich auf die pickelharte, abgefahrende Mugelpiste einstellen und verdammt konzentriert fahren, um nicht abgeworfen zu werden. In Hinterglemm dann leider die Labestation verpaßt und so machte ich mich ohne Flüssigkeitsaufnahme auf in den nächsten Anstieg zum Zwölferkogel. Wieder standen 1000 Höhenmeter am Stück am Programm. Der erste Teil war noch ganz gut zum Gehen, aber ab der Mittelstation war ich froh, daß ich nicht gewußt habe, was auf mich zukommt.  Eine elendslange Steigung wieder mit abgefahrenen Buckeln mußte im Spitzkehrenschritt bezwungen werden, immer mit dem Risiko, bei einem kleinen Fehler nach unten ziemlich weit abzurutschen.
Dann schnell wieder abfellen und eine noch eisigere Abfahrt als vorher.
Auf Hochalm dann zum letzen Mal auffellen.  Am Anfang ging es recht zügig bergauf, dann kam ein elendslanges Flachstück, auf dem mich
plötzlich der Hungerast besuchte. Schnell mit dem Tempo runter und mir alles noch reinstopfen was ich habe. Allzu viel war es nicht ein Riegel und ein Gel. Mußte das Tempo ziemlich reduzieren, bis die Kräfte wieder zurückkamen.
Vom Reiterkogel dann eine problemlose Abfahrt mit den aufgefellten Skiern (ca. 100- 150 Höhenmeter), dann noch ein kurzer aber giftiger Anstieg (auch wieder so 100-150 Höhenmeter) auf den Bernkogel.  Da habe ich dann eiskalte Finger bekommen (ein klassischer „Hoarnigl“). Die Temperaturen eben ihre Spuren hinerlassen. Oben zum letzen Male abfellen und dann nochmal mit Vollgas auf einer diesmal super Pisten Richtung Ziel.
Der Zieleinlauf war echt ein Hammer und der Höhepunkt des Abends!
Dieser war direkt am Dorfplatz. Die Organisatoren hatten gleich nach dem Start, Schnee mit Lkw´s ins schneefreie Zentrum bringen lassen und präpariert, sodaß man mit den Skiern unter der Straße direkt ins Ortszentrum fahren konnte, wo viele Zuschauer den würdigen Einlauf beklatschten.
Fazit: Sauhart aber geil!
Finished in einer Zeit von 4h 06 min 53 sek. / ca. 25 km / 3.000 Höhenmeter
Platzierungsmäßig wars nicht ganz das gelbe vom Ei: 153. von 208
Ergebnisliste

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